Impressionen
Oper Stuttgart, Die Puritaner, Foto: A. T. Schaefer

Vincenzo Bellini

Die Puritaner

I Puritani

Die Puritaner

I Puritani

von Vincenzo Bellini
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Altersempfehlung für Schulklassen


England im Bürgerkrieg zwischen königstreuen Kavalieren und puritanischen ›Rundköpfen‹ unter Cromwell. Elvira träumt sich aus den Mauern der von den Königstreuen belagerten Puritaner-Festung, die ihr Vater kommandiert. Gegen ihren Willen soll sie mit dem Puritaner Riccardo verheiratet werden. Auf der Flucht vor der Zwangsehe klammert sich Elvira an ihren »zweiten Vater« Onkel Giorgio. Er ermöglicht ihr all das, was die Puritaner verboten haben: Freude am Verkleiden, Lust am Theater und Liebe zur Musik.
 
Seit ihrer umjubelten Uraufführung 1835 in Paris ist Vincenzo Bellinis letzte Oper Botschafterin der melodisch-harmonischen Entgrenzung eines ekstatischen Belcanto.
Mit dem Staatsopernchor Stuttgart
Thema

# OPERNBLOG

Mit Texten, Bildern, Ton- und Videodokumenten begleiten Dramaturgie und Kommunikationsabteilung die Produktion Die Puritaner im Blog der Oper Stuttgart auf operstuttgart.wordpress.com

NACH(T)GESPRÄCH

Die Regisseure, Dramaturgen, Sänger und Dirigenten der Produktion beantworten Fragen der Zuschauer. Wir freuen uns auf Ihren Einspruch, Zuspruch und Widerspruch!
  • Donnerstag, 12. Juli 2018

EINFÜHRUNG

Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang statt.

Hier können Sie sich aber auch bereits im Vorfeld und bequem zu Hause auf Ihren Theaterbesuch einstimmen und Wissenswertes zur Inszenierung erfahren - als Stream oder als Download:
 
© Audio-Mitschnitt: Oper Stuttgart | Foto: A.T. Schaefer
Informationen
Opernhaus
Wieder im Repertoire
12. Juli 2017
Dauer
I. Akt: ca. 1 Std. 30 Min.
Pause: ca. 25-30 Min.
II. und III. Akt: ca. 1 Std. 35 Min.
Besetzung
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Musikalische Leitung: Manlio Benzi, Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil

Lord Valton: Roland Bracht, Sir Giorgio: Adam Palka, Lord Arturo: René Barbera, Sir Riccardo: Gezim Myshketa, Sir Bruno: Heinz Göhrig, Enrichetta von Frankreich: Diana Haller, Elvira: Ana Durlovski, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart
Bildergalerie
PRESSESTIMMEN

PRESSESTIMMEN

zur Premiere am 08.07.2016
Stuttgarter Nachrichten, 11.07.2016
„Beglückender kann Musiktheater nicht sein.“

„Die Welt als Wille und Vorstellung“ von Susanne Benda
Esslinger Zeitung, 11.07.2016
„Man muss es einfach gesehen haben.“

„Elvira im Puppenheim“ von Thomas Krazeisen
Süddeutsche Zeitung, 11.07.2016
„[...] Das Publium schätzt den in diesem Ausmaß nur selten erlebbaren Ensemblegeist. [...] Der Stuttgarter Beifall prasselt also auf alle gleicherweise nieder, natürlich besonders intensiv auf Ana Durlovski, dann auf Edgardo Rocha, auf Diana Haller als unverstellt direkte Königin und auf Gezim Myshketa […]. Ganz besonders gefeiert wird aber Adam Palka, der mit agilem und mächtigem Bass den äußerst jungen Onkel Elviras hinstellt.“

„Im Sumpf der Engstirnigkeit“ von Reinhard J. Brembeck
BR-KLASSIK, 09.07.2016
Über die Bühnenbildnerin Anna Viebrock:
„[…] [E]ine bewunderungswürdige Spezialistin für Bühnenbilder, die Realitäten andeuten und doch verschieben.“

„Zum Saisonende zu Recht tosender Jubel für alle Beteiligten […].“

„Zartbitteres Bürgerkriegsdrama“ von Volkmar Fischer
Salzburger Nachrichten, 12.07.2016
Ana Durlovski, ein lyrisches Stuttgarter Koloraturwunder-Geschöpf […] ist schlichtweg unvergleichlich großartig in ihrer vokalen und schauspielerischen Intensität. Das gilt gleichermaßen freilich auch für so passgenaue Singschauspieler wie Gezim Myshketa als Nebenbuhler Riccardo […], Adam Palka als wendigen Giorgio, Edgardo Rocha als Arturo mit schwindelfreiem Tenor und selbst Diana Haller […] in der kleinen Rolle der Königin von Frankreich.“

„In einer Traumwelt der harten Wirklichkeit standhalten“ von Karl Harb
Frankfurter Rundschau, 11.07.2016
Über den Staatsopernchor unter Leitung von Johannes Knecht:
„Weltklasse.“

„300 Jahre schönste Seufzer“ von Judith von Sternburg
Rhein-Zeitung Koblenz, 11.07.2016
Über die Gesamtleistung und das Ensemble:
„Gleich drei Neuinszenierungen von „I Puritani“ sind derzeit in der Schweiz, in Spanien und in Deutschland zu sehen – und Stuttgart hat Chancen, als Primus abzuschließen. Denn hier wird sowohl viel für die Ehrenrettung des Stücks getan als auch eine Sängerbesetzung präsentiert, die reines Belcanto-Glück bietet.“

Über das Staatsorchester:
„So federleicht und sängerfreundlich, so vielfarbig und dynamikverliebt, so turbulent Dramatik aufbauend und in Melodienbogen weit ausschwingend können das nur wenige Orchester.“

Über Ana Durlovski als Elvira:
„[Ein] Sängerfest […], an dessen Spitze unangefochten die Elvira der Ana Durlovski steht: eine Sopranistin, die jegliche Regieanweisung mitmacht und unter szenischer Volllast erst so richtig zu stimmlicher Hochform aufläuft. Spitzentöne, hingetupfte Läufe und Verzierungen, warmer Gefühlsstrom und ekstatischer Ausdruck: ein Erlebnis.“

„Einmal Belcanto mit allem, scharf und Soße“ von Claus Ambrosius
Südwest Presse, 11.07.2016
Ana Durlovski als Elvira: einmal mehr mit Koloraturenwahnsinn, herzzerreißend aber auch Bellinis so schöne Linien aussingend. Dazu Gezim Myshketa als Riccardo, Roland Bracht als Lord Valton – und der sensationelle Bassbariton Adam Palka als Sir Giorgio […], das kantabelste Bellini-Glück. Eine frenetisch umjubelte Premiere.“

„Der romantische Wahnsinn“ von Jürgen Kanold
Schwäbische Zeitung, 11.07.2016
„Ein großartiger Theaterabend.“

„Dramaturgisch eine Wucht“ von Werner M. Grimmel
Südkurier Konstanz , 12.07.2016
„Zum Abschluss der Saison ist der Stuttgarter Oper noch einmal eine überragende Produktion gelungen, die das Niveau der Regie auch musikalisch hält. Bis auf Edgardo Rocha, der die mörderisch hoch liegende Partie des Arturo fulminant meistert, sind alle Rollen aus dem Ensemble besetzt. Ana Durlovski (Elvira) festigt ihren Ruf als grandiose Darstellerin neurotischer Frauenfiguren, Diana Haller meistert die Partie der Enrichetta bravourös. Die Männerstimmen, vor allem Adam Palka als bassbeweglicher Giorgio und Gezim Myshketa als ruppig-viriler Riccardo stehen dem nicht nach.“

„Welt aus den Fugen“ von Frank Armbruster
Reutlinger Generalanzeiger, 12.07.2016
Ana Durlovski beweist einmal mehr, dass sie mit ihrer Mischung aus Virtuosität, Grazie und Natürlichkeit zu den ganz großen Stimmen und Menschendarstellerinnen auf der Opernbühne zählt.“

„Happy End im Puppenhaus“ von Christoph P. Ströhle
KURZFILM

KURZFILM ZUR PREMIERE 2015/16


© Kurzfilm: Tobias Dusche | Foto: A.T. Schaefer, 2015/16
HANDLUNG

HANDLUNG

Um 1650, England im Bürgerkrieg zwischen den königstreuen Kavalieren und den puritanischen Rundköpfen unter Führung Oliver Cromwells. König Karl I. wurde bereits enthauptet, die Familie der Stuarts ist nach Frankreich geflohen.

ERSTER AKT
Elvira träumt sich aus den Festungsmauern der von den Königstreuen belagerten Puritaner-Festung, die ihr Vater Lord Valton kommandiert. Doch dem Schicksal, gegen ihren Willen mit dem Puritaner Riccardo verheiratet zu werden, kann sie nicht entrinnen. Die Hochzeitsvorbereitungen nehmen ihren Lauf.
Nur der Bräutigam Riccardo hat erfahren, dass der Vater sein ihm gegebenes Heiratsversprechen zurückgenommen hat, und in die Liebesheirat Elviras mit dem Kavalier Arturo einwilligt. Riccardo verliert jeden Halt.
Auf der Flucht vor der Zwangsehe begegnet Elvira ihrem „zweiten Vater“: Onkel Giorgio. Giorgio tröstet sie und erzählt ihr, wie es ihm gelungen sei, ihren Vater Lord Valton umzustimmen. In den ungläubigen Jubel Elviras mischen sich festliche Willkommensrufe, die Arturos Ankunft in der Burg ankündigen.
Elvira, von Giorgio unterstützt, inszeniert eine Hochzeit nach ihren Vorstellungen. Die völlig überraschten Puritaner geraten in den Sog von Elviras und Arturos Liebe.
Elviras Vater Lord Valton wird jedoch nicht an der Hochzeit teilnehmen, da er eine Gefangene vor das Londoner Parlament führen muss, in der man eine Spionin der Stuarts vermutet. Er händigt Arturo einen Passierschein aus, mit dem er und seine Braut die Festung verlassen können.
In einem unbeobachteten Moment bietet Arturo der Gefangenen seine Hilfe an. Sie gibt sich ihm als Enrichetta, Witwe Karls I., zu erkennen. Arturo, dessen Vater im Kampf für die Stuarts fiel, ist sofort entschlossen, sie vor der drohenden Hinrichtung zu retten. Die Möglichkeit zur Flucht eröffnet sich, als Enrichetta auf Bitten Elviras zur Probe den Hochzeitsschleier aufsetzt. In dieser Verhüllung wird man sie für Arturos Braut halten und die Tore passieren lassen.
Da stellt sich ihnen Riccardo in den Weg. Aber als Riccardo erkennt, dass sich unter dem Brautschleier nicht die begehrte Elvira, sondern die Staatsgefangene verbirgt, ermöglicht er ihnen die Flucht.
Als Elviras Arturo an der Seite einer anderen Braut aus der Burg entkommen sieht, stürzt ihre Traumwelt zusammen. Ihr bleibt nur noch die Flucht in den Wahnsinn.

ZWEITER AKT
Die Puritaner wurden von den Belagerern von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Elviras Verführung durch den verhassten Arturo, reinigen sie sich und die Burg. Giorgio berichtet vom Delirium der wahnsinnigen Elvira.
Riccardo erklärt sich selbst zum Stellvertreter Oliver Cromwells und den Rivalen Arturo für vogelfrei.
Die wahnsinnige Elvira erscheint. Durch ihre Identifikation mit Enrichetta versucht sie an ihrer Hoffnung auf Befreiung festzuhalten.
Giorgio konfrontiert Riccardo mit seiner Mitschuld an der Flucht Arturos mit der Staatsgefangenen. Er fordert Riccardo auf, auf seine Privatrache zu verzichten, da der Tod Arturos auch Elviras Tod bedeuten würde. Nach langem Widerstand willigt Riccardo ein. Nur wenn Arturo sich den Puritanern in offener Schlacht entgegenstellt, darf ihn Riccardo dem Kriegsrecht gemäß töten.

DRITTER AKT
Arturo hat Enrichettas Flucht nach Frankreich begleitet. Unter Todesgefahr kehrt er nach drei Monaten in die Heimat zurück. Bei Kampfhandlungen hat er sein Augenlicht verloren. Er findet Elvira, als er sie ihr gemeinsames Liebeslied singen hört. Er bittet sie für die Rettung der Königin um Verzeihung und beteuert ihr seine Liebe.
Arturos Verfolger tauchen auf. Elvira verhindert Arturos Flucht und liefert ihn den Puritanern aus. Das Todesurteil soll an ihm vollstreckt werden. Erst jetzt erkennt Arturo das ganze Ausmaß seiner Schuld.
Die Nachricht, dass Cromwell siegreich war und alle Gegner begnadigt sind, wendet noch einmal das Blatt.